Die Hagebutte - reich an Vitamin C

 

Die Hagebutte hat viele Namen wie Hägen, Rosenäpfel, Hetscherl oder Mehlbeere.

Alle Namen bezeichnen Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders diejenigen der Hundsrose, der Rosa canina.

Seit Jahrhunderten weiß man um die Heilkräfte der Hagebutte, weshalb sie bis heute als Heilpflanze für kosmetische und medizinische Zwecke verwendet wird. Die orangerote Frucht weist viele Nährstoffe und Vitamine auf, die pflegend und heilend wirken. Zusätzlich enthält sie starke Antioxidantien, so dass sie zur Heilung verschiedenster Symptome ihre Anwendung findet.

 

Besonders geschätzt wird ihre entzündungshemmende Wirkung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie Arthritis, bei Problemen im Verdauungstrakt und zum Kollagenaufbau.

Bereits ca. 28 Gramm (1 gehäufter Teelöffel) täglich reichen aus, um ca. 199% des täglichen Bedarfs an Vitamin C, 24% an Vitamin A,  8% an Vitamin E,  9% an Vitamin K,  14% an Mangan und 27% an Ballaststoffen zu decken.

Weitere enthaltene Vitamine sind Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure) und Vitamin B6 (Pyridoxin).

Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium und Phosphor.

In der Hagebutte stecken verschiedene Fruchtsäuren, Öle sowie Flavonoide, Pektin und Rutin.

Der besondere Wirkstoff in der Hagebuttenschale ist der sekundäre Pflanzenstoff Galaktolopid, der in der Lage ist, eine neue Kollagenbildung anzuregen und die Knorpelfunktion zu unterstützen.

Der Eisengehalt in der Hagebutte unterstützt die Produktion der roten Blutkörperchen. Das Eisen verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers und sorgt damit für mehr Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

 

Die Heilpflanze Hagebutte gegen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
Arthrose, Arthritis, Gicht und Rheuma, gegen Schmerzen in den Gelenken und im Rücken

Die Hagebutte hat eine nachgewiesene gesundheitsfördernde Wirkung bei Knochen- und Gelenkschmerzen, da das Galaktolipid entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Denn oftmals sind es Bakterien, die Schmerzen auslösen. Die Einnahme von nur wenigen Gramm pro Tag kann bereits Schmerzen reduzieren.

In einigen Studien fiel der Entzündungswert im Blut (CRP) durch die Einnahme von Hagebuttenextrakt (JAMA Online Publikation vom 12. September 2006). Zusätzlich entdeckte man, dass bestimmte Entzündungszellen weniger stark von entzündlichen Signalstoffen angezogen oder angeregt wurden, so dass die Entzündungen im Gelenk zurück gingen und damit auch die Schmerzen. Bemerkenswert ist außerdem, dass Hagebuttenextrakt Knorpelzellen schützt, die bei Entzündungen normalerweise abgebaut werden.  In der Untersuchung waren die  behandelten Knorpelzellen, die Chondrozyten, vitaler und starben langsamer. Die Zellen produzierten vermehrt Knorpelbestandteile.  

Es ist die Kombination der Inhaltsstoffe, die die Knorpelzellen vor den Auswirkungen der freien Radikale schützt und entzündungshemmend wirkt.

Das Galaktolipid wirkt dabei zusammen mit den antientzündlichen Oleanol-, Betulin- und Ursolsäuren.

Untersuchungen zeigen, dass der regelmäßige Verzehr von Hagebutte die Mobilität der Gelenke steigern kann. Die Schmerzen bei  Bewegung gehen zurück, so dass man sich allein schon dadurch besser fühlt. Das Gefühl von „steifen“ Gelenken wird durch die entzündungshemmende Wirkung der Hagebutte verringert. Besonders effektiv tritt diese Wirkung bei Knie- und Hüft-Schmerzen auf.

 

Die Heilpflanze Hagebutte zur Stärkung des Immunsystems

Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe stärkt die Hagebutte die Abwehrkräfte. Der hohe Anteil an Vitamin C und Vitamin A schützt vor Krankheitserregern, indem die Vitamine zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen die Immunfunktion erhöhen. Die Hagebutte schützt vor viralen und bakteriellen Infektionen.

Die Heilpflanze Hagebutte zur Gewichtsreduzierung

Das Flavonoid Tilirosid, das vor allem in den Hagebuttensamen enthalten ist, ist in der Lage, den Stoffwechsel zu harmonisieren und die Fettverbrennung zu erhöhen. So können Fettpolster abgebaut werden – sogar das Fett zwischen den Eingeweiden, das interviszerale Fett. Außerdem wurde in einer Studie herausgefunden, dass durch die Einnahme der Hagebutte die Speicherung von Fett in den Zellen vermindert wird.

 

Die Heilpflanze Hagebutte gegen Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte

Das Tilirosid behindert außerdem die Zuckeraufnahme, so dass sich die Symptome bei Diabetes verringern können. Ebenso können Sportler einen Hagebuttendrink nach ihrem Training einnehmen, um hohe Ausschläge des Blutzuckerspiegels zu verhindern.

In einer japanischen Studie fand man heraus, dass durch eine regelmäßige Einnahme von Hagebutte das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin gesenkt werden konnte. Das liegt vor allem an den in der Hagebutte enthaltenen Antioxidantien.

 

Die Heilpflanze Hagebutte zur Reinigung der Nieren und Blase

Durch den hohen Gehalt an harntreibenden Flavonoiden, die vor allem in den Samen sitzen, wird die Hagebutte in der Naturheilkunde gern als probates Mittel bei Blasen- und Nierenbeschwerden eingesetzt.

Gießen Sie dafür einen gehäuften Teelöffel Hagebuttenpulver mit abgekochtem Wasser auf. Das Wasser sollte nicht heißer als 80°C sein, damit die feinen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Trinken Sie bei Beschwerden gern drei bis vier Tassen täglich. Die Blase und die Harnwege werden so frei gespült.

Die in der Hagebutte enthaltene Zitronensäure sorgt zusätzlich für eine leicht entwässernde Wirkung. Das Salz der Zitronensäure, das Citrat, wird in der Schulmedizin bei Nierensteinen eingesetzt.

 

Die Heilpflanze Hagebutte bei Magen-Darmbeschwerden

Die Hagebutte kann bei Magenbeschwerden, wie Magenkrämpfen, Magenreizungen und Geschwüren unterstützend eingesetzt werden. Durch die Inhaltsstoffe der Hagebutte, vor allem durch das Pektin, wird eine Entspannung der Darmmuskulatur erreicht. Pektin wirkt harntreibend, stuhlregulierend und probiotisch.

Die Hagebutte reinigt das gesamte Verdauungssystem und kann sogar von Bakterien und Pilzen befreien. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkstoffe ist die Hagebutte ein bewährtes Mittel bei Magen-Darm-Entzündungen, Verstopfung und Gallensteinen.

Die Heilpflanze Hagebutte als Zellschutz

Die Hagebutte weist verschiedene Antioxidantien auf: Carotinoide, Flavonoide und Polyphenole. Damit kann die Hagebutte gut als Zellschutz eingesetzt werden und oxidativen Stress verhindern, der nachweislich zu den unterschiedlichsten Erkrankungen führen kann.

Eine Reagenzglas-Studie von 2012 zeigte, dass  die sekundären Pflanzenstoffe wie die Polyphenole Quercetin und die Ellagsäure in der Hagebutte das Wachstum von Tumorzellen hemmen. Das Carotinoid Lycopin ist in der Lage, das Wachstum von Prostata-Krebszellen zu blockieren, ohne umliegende Zellen zu beschädigen. Lycopin ist auch in gekochten und getrockneten Tomaten vorhanden.

 

Die Heilpflanze Hagebutte als Well-Aging-Pulver und Öl

Eine natürliche Alternative, unsere Haut zu straffen und ihr einen schönen Glanz zu verleihen, ist das Wildrosen-Hagebutten Öl.

Die Hagebutte besitzt durch ihren hohen Gehalt an Fettsäuren heilende Eigenschaften in Bezug auf die Haut. Sie enthält die Linol- und Linolensäure, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Beide Nährstoffe sind für die Regeneration der Haut und Reparatur der Membranen sehr wichtig.

Durch die äußere Verwendung trocknet die Haut nicht aus und bleibt wohl hydriert und elastisch. Kleine Falten werden minimiert. Hautzellen können sich durch die adstringierende Wirkung der Hagebutte schneller regenerieren.

Die Hagebutte verfügt über ein antioxidatives Potential, das schädliche, oxidative Stoffwechselprodukte abfängt, so dass die Lipide der Zellmembran und die DNS geschützt bleiben. Die antioxidativen Inhaltsstoffe schützen vor Gewebeschäden, die durch Entzündungen, Sauerstoffmangel und viele Gifte schnell entstehen können.

Der kosmetische Effekt sind weniger Falten, eine bessere Hautfeuchtigkeit und eine gesteigerte Elastizität.

Bei Untersuchungen mit Zellkulturen wurde festgestellt, dass Hagebuttenextrakt in der Lage ist, die Bildung des braunen Hautfarbstoffs zu hemmen. Demzufolge könnte die Einnahme sogar Altersflecken reduzieren! Diesen Effekt kann man verstärken, indem man die Hagebutte auch äußerlich einsetzt.

Das Hagebuttenöl ist sowohl für die allgemeine Hautpflege als auch in der Behandlung von zahlreichen Hauterkrankungen wirkungsvoll. Es verringert die Alterung der Haut, schützt vor Dehnungsstreifen und hilft bei Psoriasis (Schuppenflechte), Verbrennungen, Dermatitis (entzündliche Hautreaktion) und Ekzemen.

Die Vitamine A und E sowie die essenziellen Fettsäuren der Hagebutte fördern die Regeneration der Zellen und helfen dabei, die Haut zu straffen und verschaffen der Haut einen zarten und strahlenden Teint. Die Moleküle des Vitamins A sind sehr klein, sodass sie tief in die Haut eindringen können und damit sowohl den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessern als auch Falten und feine Linien reduzieren. Die essenziellen Fettsäuren und das Vitamin A haben ebenso Einfluss auf das Narbengewebe. Sie reduzieren die Narbenbildung und verbessern die Struktur und den Ton der Haut.

Die Kollagene der Haut werden häufig durch Sonneneinstrahlungen verringert. Das antioxidative Vitamin C stimuliert dessen Produktion und schützt die Hautzellen vor den schädigenden freien Radikalen. Das Hagebuttenöl wirkt feuchtigkeitsspendend und hilft, Rötungen und Reizungen zu lindern.

 

Wirkstoffe der Hagebutte

•     Ätherische Öle (Blüten): Geraniol, Nerol, Linalool, Citronellol

•     Antioxidantien

•     Farbstoffe (Früchte): Caratinoide; Lycopin, Rubixanthin, Beta-Carotin

•     Fettsäuren (Samen): gamma- und alfa-Linolensäure, Linolensäure

•     Flavoniode (Samen, Fruchtfleisch, Blätter): Tilirosid (nur Samen)

•     Gerbstoffe (Blütenblätter)

•     Lipid-Zucker: Galaktolipid

•     Mineralstoffe und Spurenelemente (Hagebuttenfruchtpulver): Eisen, Kupfer, Mangan, Selen, Silizium und Zink

•     Organische Säuren (Hagebuttenpruchtpulver): Äpfel- und Zitronensäuren

•     Proanthocyanidine (Hagebuttenfruchtpulver)

•     Triterpene (Hagebuttenfruchtpulver): Oleanolsäure, Betulinsäure, Ursolsäure

•     Vitamine (Hagebuttenfruchtpulver): B-Vitamine, Provitamin A, Vitamin C, Vitamin E und Vitamin K

 

© Sabine Rohwer, Holistic Care GmbH