Vitamin C - ein lebenswichtiges Vitamin

Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein für uns essentieller, d.h. notwendiger, wasserlöslicher Nährstoff, den der Mensch nicht selbst herstellen kann  - übrigens im Gegensatz zu vielen Tieren! Wir müssen ihn über die Nahrung zu uns nehmen, was nicht immer leicht aber sehr wichtig ist, da Vitamin C stark gebraucht wird.

 

Vitamin C leistet im menschlichen Körper viele Aufgaben:

  1. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, ein Radikalfänger. Es unterstützt den Körper bei der Bekämpfung von oxidativem Stress, der übersäuert und freie Radikale freisetzt. Vitamin C hemmt damit Entzündungen. Da Vitamin C wasserlöslich ist, dringt es schnell und unmittelbar in die Zellen und kann seine schützende, antioxidative Wirkung direkt in den Zellen entfalten.
  2. Ascorbinsäure stimuliert die Vermehrung der T-Lymphozyten, die für die Immunabwehr zuständig sind, kommt hochkonzentriert in den weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, vor und ist somit notwendig für ein gut funktionierendes Immunsystem, um Bakterien, Pilze und Viren abwehren zu können.
  3. Der Abbau von Cholesterin ist von Vitamin C abhängig. Ist nicht genügend Vitamin C im Körper vorhanden, so steigt der Cholesterinspiegel im Blut und in der Leber.
  4. Durch Vitamin C wird die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und aus Nahrungsergänzungsmitteln verstärkt.
  5. Mithilfe von Vitamin C wird das Enzymsystem der Leber stimuliert, so dass die Leber Toxine und parasitäre Belastungen entgiften und zur Ausscheidung bringen kann.
  6. Die Hormonproduktion braucht Vitamin C sowohl für die Schilddrüsenhormone T3 und T4 als auch für die Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die im Nebennierenmark gebildet werden.
  7. Vitamin C reguliert den Fettstoffwechsel. Um Carnitin zu produzieren, wird Ascorbinsäure mit Niacin (Vitamin B3) und Vitamin B6 benötigt. Carnitin wandelt Fette in Energie um. Fehlt Vitamin C, so wird zu wenig Energie produziert, und man wird müde und muskelschwach.
  8. Als Coenzym ist Vitamin C für die Produktion von Kollagen essentiell, das ein wichtiger Bestandteil von Knochen, Haut, Sehnen, Knorpel, Blutgefäßen und Zähnen ist und bei vielen Vegetarier*innen, Veganer*innen und älteren Menschen in zu geringem Maße vorhanden ist. Bei einem Mangel an Vitamin C entsteht ein schwaches Bindegewebe.
  9. Vitamin C kontrolliert den Histaminspiegel im Blut und im Körper. Ist zu wenig Ascorbinsäure vorhanden, so ist der Histaminspiegel im Blut erhöht, was Allergien, Asthma, Magengeschwüre und einige psychische Erkrankungen begünstigen kann.
  10. Um die Neurotransmitter Noradrenalin und Serotoninim Gehirn produzieren zu können, ist ebenfalls Vitamin C notwendig.

 

Symptome, die auf einen Vitamin C-Mangel hinweisen können:

  • Erhöhter Cholesterinspiegel
  • Hartnäckige Erkältungen
  • Hoher Histaminspiegel
  • Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung ohne offensichtliche Gründe
  • Muskelschmerzen
  • Schwaches Bindegewebe
  • Schwellungen der Gelenke
  • Zahnfleischentzündungen, -blutungen bis hin zur Lockerung und zum Ausfall von Zähnen

 

Ursachen für einen Vitamin C-Mangel

  1. Das Alter
    Mit zunehmendem Alter sinkt der Vitamin C-Status, wenn man kein Vitamin C zusätzlich zur Nahrung dem Körper zuführt, da Vitamin C für viele Prozesse im Körper verbraucht wird.
  2. Chronische Erkrankungen
    Allergien, Diabetes, Entzündungen und Infektionen lassen den Vitamin C-Spiegel drastisch sinken.
  3. Besondere Lebensphasen
    Im Wachstumsalter, während der Schwangerschaft und Stillzeit wird vermehrt Vitamin C gebraucht.
  4. Rauchen
    Durch Rauchen wird Vitamin C stark verbraucht und ausgeschieden. Raucher sollten deshalb täglich mindestens 500 mg Vitamin C zu sich nehmen.
  5. Stress
    Alle Stressfaktoren übersäuern den Körper und führen zu einem Vitamin-C-Mangel.
    Mögliche Stressfaktoren sind: Drogen, emotionaler Stress, Ernährung, Medikamente, parasitäre Belastungen, Schlafmangel, zu wenig und zu viel Sport, Strahlungen, Umweltgifte, vergangene Ereignisse physischer und psychischer Art, Zahnherde.

 

Die Wirkung von Vitamin C

  • Abbau von Giften aus der Nahrung, Umwelt und aus dem Wasser
  • Aufbau und Stärkung des Bindegewebes, der Gefäße, Knochen und Muskulatur
  • Ausleitung parasitärer Belastungen
  • Beschleunigung der Wundheilung nach Verletzungen
  • Schmerzlinderung
  • Senkung des Arterioskleroserisikos durch Abbau von Cholesterin
  • Stabilisierung von Stoffwechselprozessen des Hormon- und Nervensystems
  • Zellschutz vor Entartung 

Vitamin-C-reiche Lebensmittel

 

 

Gemüse

Paprika

Brokkoli

Sauerampfer

Rosenkohl

Grünkohl

Fenchel

Blumenkohl

Spinat

Rotkohl

Weißkohl

Sauerkraut

 

Vitamin C (mg/100g)

120

115

115

112

105

  93

  65

  51

  50

  47

  20

 

Obst                                                      Vitamin C (mg/100g)

Camu Camu

Acerola

Hagebutte

Sanddornbeeren

Schwarze Johannisbeere

Papaya

Erdbeere

Zitrone

Orange

Heidelbeere

Kiwi

Grapefruit                                               

2.000

1.700

1.250

   265

   177

     80

     60

     53

     50

     47

     46

     40

 

 

Kräuter                                                   Vitamin C (mg/100g)

Brennessel

Petersilie

Bärlauch

Löwenzahn

  330

  159

  150

    65

 

Vitamin C-Lagerung und Hinweise zur Verarbeitung

Vitamin C ist gegenüber Hitze recht empfindlich und mag außerdem keine langen Lagerungszeiten. Deshalb sollten Vitamin-C- haltige Lebensmittel schnell verarbeitet, nicht zu heiß gebraten und mit wenig Wasser gekocht werden.

Optimalerweise wird es kurz und mit wenig Wasser gedünstet. So bleiben auch die anderen Nährstoffe weitestgehend erhalten.

 

Vitamin C-Infusionen

Eine Vitamin C-Infusion ist bezüglich einer Infektvorbeugung und Immunstärkung das Mittel der Wahl. Der Darm kann bei einer oralen Gabe von Pulver oder Tabletten nur bedingte Mengen aufnehmen. Der Rest wird ungenutzt ausgeschieden. Durch eine Vitamin C-Infusion wird eine hohe Vitamin C-Konzentration im Blut erreicht, was für eine therapeutische Wirkung entscheidend ist.

Durch die Zufuhr von hoch dosiertem Vitamin C als Infusion in kurz aufeinander folgenden Abständen (2 x pro Woche) werden besonders die weißen Blutkörperchen (Leukozyten und Lymphozyten) intensiv in ihrer Abwehrfähigkeit gestärkt. Gegenüber anderen Körperzellen haben diese Abwehrzellen gegen Viren und Bakterien eine 40-fache Affinität zu Vitamin C und reichern es intensiv in ihren Zellen an.

Damit wird die Fähigkeit zur Abwehr gegen Erkältungs- und Grippeviren bereits an den Nasen- und Rachenschleimhäuten stark erhöht.

Auch bei chronischen Infektionen der Atemwege wie bei chronischer Bronchitis oder einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung haben sich Infusionen mit hoch dosiertem Vitamin C bewährt.

Alle wichtigen Immunglobuline, die bei der Abwehr gegen Infekte beteiligt sind, sind in ihrer Konzentration nach mehrfachen Vitamin- C- Hochdosis- Infusionen deutlich angestiegen.

Zusätzlich erfolgt durch eine Vitamin C-Infusion eine Anregung des Entgiftungssystems und eine Beschleunigung der Heilungsprozesse.

 

Anwendungsgebiete von Vitamin C – Infusionen

  • Generelle Abwehrschwäche
  • Allergische Erkrankungen: Hausstaub-, Pollen- und andere Allergien, Neurodermitis, allergisches Asthma
  • Anti-Aging-Mittel gegen vorzeitige Alterungsprozesse
  • Augenerkrankungenwie Grauer Star und Grüner Star (Glaukom)
  • Ausleitung, Detox und Entgiftung: Schwermetalle, Nikotin, Umweltgifte, Bakterien (Borrelien), 
    Parasiten (Würmer), Pilze (Candida Albicans), Viren (Herpes Simplex, Herpes Zoster (Gürtelrose), Eppstein-Barr)
  • Chronische Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Schnupfen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns: Vorbeugung und Nachbehandlung von Schlaganfällen
  • Eisenmangel
  • Entzündliche Erkrankungen: Infekte, Infektanfälligkeit, Wundheilungsstörungen, Verletzungen
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises: Arthrose, Arthritis, Rheuma, Gicht
  • Phasen erhöhten Energiebedarfs: Angstzustände, Burnout-Syndrom, Depressionen, Erschöpfungszustände, Fatigue-Syndrom (chronische Müdigkeit), Prüfungsvorbereitungen, Regenerationsphasen nach Erkrankungen, Stress, Trainingsphasen im (Leistungs-) Sport
  • Kollagenmangel: Gefäßerkrankungen wie Herzkrankheiten, Haut- und Knochenprobleme, Osteoporose
  • Ohrerkrankungen wie Hörsturz und Tinnitus
  • Schmerzen: akute und chronische
  • Stimmungsaufhellung
  • Tumorbehandlung
  • Unterstützung bei Zahnbehandlungen, -Sanierungen

 

 

Quellen

- Burgerstein, Uli P./ Schurgast, Hugo/ Dr. med. Zimmermann, Michael: Burgersteins Handbuch Nährstoffe

- Heseker, Beate/ Heseker, Helmut: Die Nährwerttabelle

- Kühne, Petra: Vitamine. Wirkstoffe des Lebendigen

- Levy, Thomas E.: Superheilmittel Vitamin C

 

 © Sabine Rohwer, Holistic Care GmbH